
Wer kennt sie nicht die Geschichte des Grafen Dracula und seiner Burg in Transsilvanien, dem Land "jenseits der Wälder". Doch Rumänien hat neben der berühmten Burg Bran viel mehr zu bieten als Vampirgeschichten: Da ist zunächst die wildromantische Bergwelt der Karpaten, die sich in einem weiten Bogen mitten durch das Land ziehen. Sozusagen in ihnen eingebettet liegt Siebenbürgen, eine Region mit sehr bewegter Geschichte und reich an Kulturdenkmälern. Im 12. und 13. Jahrhundert kamen deutsche Siedler und der Deutsche Ritterorden in das Gebiet, in dem dann Städte wie Kronstadt (Brasov) und Hermannstadt (Sibiu) entstanden, noch heute bekannte Zentren der so genannten 'Siebenbürger Sachsen'. Fast alle Wehranlagen, Burgen, Klöster und Kirchen dieser Zeit sind erhalten und lassen die Geschichte fortleben. Desweiteren finden sich im Norden die alten Kulturlandschaften Moldau und Bukovina mit den berühmten Moldauklöstern, herausragende Denkmäler der orthodoxen Klosterkultur.
Stationen und Höhepunkte:
Großwardein l Klausenburg l Borgo-Pass l Piatra Fintinele l Bukowina l Moldauklöster l Schäßburg l Burzen-Landl Bran l "Dracula-Schloss"l Kronstadt l Hermannstadt l Hunyadi-Burg l Eisenmarkt l Temeschwar
Programmvorschlag:
Wichtig: Der nachfolgende Programmvorschlag für Ihre Reiseplanung enthält nicht nur das im Basispreis enthaltene Leistungs-Paket. Zusatzleistungen und sonstige Extrakosten sind separat zu buchen.
1. Tag: Anreise nach Oradea (Großwardein)
Anreise mit einer Zwischenübernachtung zur rumänischen Grenze. Ihre deutschsprachige Reiseleitung erwartet und begrüßt Sie hier und wird Sie in den nächsten Tagen fachkundig begleiten. In wenigen Fahrminuten erreichen Sie dann Oradea (Großwardein), den ersten Übernachtungsort in Rumänien Nach dem Zimmerbezug unternehmen Sie noch einen Rundgang durch das historische Zentrum mit herrlichen Jugendstilgebäuden.
2. Tag: Oradea - Cluj - Bistrita - Piatra Fintinele
Etwa 310 Tages-km
Nach wunderschöner Fahrt durch die West-Karpaten erreichen Sie Cluj (Klausenburg). Während der Stadtrundfahrt mit Rundgang sehen Sie das historische Zentrum der kulturellen Metropole Siebenbürgens. Über Bistrita (kurzer Rundgang auf dem alten Kornmarkt) geht es in die Ost-Karpaten. Sie überqueren den Borgo-Pass (weltbekannter Schauplatz des ersten Dracula-Romans) und erreichen das Hotel für die kommenden zwei Nächte in Piatra Fintinele.
3. Tag: Bukowina und die Moldauklöster
Etwa 215 Tages-km
Die Moldauklöster bilden eine Gruppe von rumänisch-orthodoxen Klöstern in der südlichen Bukowina, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Ein Teil der Klöster zeichnet sich durch Wandmalereien auf den Außenmauern aus, die dem damals des Schreibens und Lesens unkundigen Volk Szenen und Gleichnisse aus der Bibel vermitteln sollten. Zwei der schönsten Beispiele dieser Außenmalereien schauen Sie sich heute an: die Klöster Moldovita und Voronet, auch "Sixtinische Kapelle des Ostens" genannt.
4 Tag: Schäßburg - Burzen Land - Bran
Etwa 330 Tages-km
Weiter geht es durch Siebenbürgen nach Sighisoara (Schäßburg), welches in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts von deutschen Einwanderern, den Siebenbürger Sachsen, gegründet wurde. Wir besichtigen die Stadt ausführlich, das Wahrzeichen, den "Stundturm", die "Schülertreppe" zur Schäßburger Bergkirche und das Haus Draculas, in welchem dieser angeblich zwischen 1431 und 1436 gewohnt haben soll. Durch den Südosten Siebenbürgens, das Burzen Land (Siedlungsgebiet des Deutsch Ritterordens mit mehreren Burgen) erreichen Sie Ihren nächsten Standort bei Brasov (Kronstadt).
5. Tag: Törzburg - Tartlau - Kronstadt - Hermannstadt
Etwa 215 Tages-km
Der Beginn des Tages steht im Zeichen des Grafen Dracula, dessen Schloss Bran, die Törzburg, wir natürlich besichtigen. Hoch auf einem steilen Felsen beherrscht das Schloss die Schlucht und die Straße, welche Siebenbürgen mit der Walachei verbindet. Es ist zwar als "Dracula-Schloss" bekannt, wahrscheinlich aber hat Graf Vlad III. Draculea dort höchstens eine Nacht in Gefangenschaft verbracht. Die gesamte Burganlage erinnert jedoch sehr an die Beschreibung von Draculas Burg in Bram Stokers gleichnamigen Roman. Weiter geht es nach Preijmer (Tartlau) zur Besichtigung der ebenfalls auf der UNESCO-Liste stehenden Kirchenburg. Der Wehrgang verläuft in 10 Meter Höhe; die Besonderheit dieser Anlage ist die so genannte Todesorgel, in der damaligen Zeit eine schreckliche Waffe. Brasov (Kronstadt) gilt unser nächster Besuch. Ebenfalls von den Ritterbrüdern des Deutschen Ordens als südöstlichste deutsche Stadt in Siebenbürgen gegründet, werden Sie hier heute eine lebendige und sehenswerte Altstadt mit der "Schwarzen Kirche" als markantem Wahrzeichen erleben. Sibiu (Hermannstadt), am Rande der Süd-Karpaten gelegen, erreichen wir dann nach etwa 3-stündiger Fahrt.
6. Tag: In Hermannstadt
Den heutigen Tag verbringen Sie in Hermannstadt (Sibiu), der Kulturhaupstadt Europas 2007. Im alten Siebenbürgen war dies das wichtigste Siedlungsgebiet der Siebenbürger Sachsen. Die Lage an den großen Handelsrouten war für die Stadtentwicklung von herausragender Bedeutung, machte sie aber gleichzeitig immer wieder zum Ziel heftiger Angriffe. Sie sehen während der Führung die Altstadt mit dem "Großen und Kleinen Ring", die "Lügenbrücke", die evangelische Stadtpfarrkirche und die orthodoxe Kathedrale. Der Nachmittag steht Ihnen dann für eigene Unternehmungen zur freien Verfügung. Bummeln Sie durch die wunderschön restaurierte Altstadt und besuchen Sie eines der sehenswerten Museen der Stadt wie zum Beispiel das Kunstmuseum Brukenthal (Extrakosten).
7. Tag: Eisenstadmarkt - Temeschwar
Etwa 290 Tages-km
Der erste Besuch heute gilt in Hunedoara (Eisenmarkt) der Hunyadi-Burg. Auf einem Kalkfelsen errichtet, wird die Anlage inzwischen häufig international als Filmkulisse vermietet. Gesichert, in Bezug auf die historische Bedeutung ist, dass sich das historische Vorbild für den Grafen Dracula (Vlad Dracuela III.) hier zeitweilig aufgehalten hat. Durch die Hügellandschaft des Banats erreichen Sie Timisoara (Temeschwar), einst Zentrum des Einwanderungsgebietes der Donau-Schwaben, die hier von den Habsburgern im
17. Jahrhundert angesiedelt wurden. Nach dem Rundgang durch das historische Stadtzentrum geht es zum Hotel in Temeschwar zur letzten Übernachtung in Rumänien.
8. Tag: Beginn der Rückreise
Voller Eindrücke, nach diesem wirklich besonderen und interessanten Aufenthalt in Rumänien, treten wir die Heimreise an. Über Ungarn und durch Österreich, mit einer Zwischenübernachtung geht es zurück nach Deutschland.
Unterbringung:
Sie wohnen in guten bis sehr guten Hotels der Mittelklasse. Alle Zimmer haben Bad oder DU/WC.
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