
Schon im 12. Jahrhundert zählte Flandern zu den kulturellen Zentren Europas. Antwerpen war schon zu dieser Zeit eine bedeutende Metropole und Hafenstadt. Maler wie Rubens, Van Dyck und Jordaens hatten hier ihre Wirkungsstätte. Die historische Tradition spiegelt sich in den wunderschönen alten Gebäuden, wie der Kathedrale und den alten Bürgerhäusern wider. Heute ist Antwerpen eine Stadt mit einem weltoffenen und modernen Lebensgefühl. Originelle kleine Restaurants und urige Kneipen beleben das Zentrum. So ist die Stadt an der Scheldemündung idealer Aufenthaltsort für eine Kurzreise nach Flandern, denn von hier aus lassen sich auch leicht die anderen sehenswerten Städte wie Brügge, Gent und Brüssel entdecken.
Programmvorschlag:
Wichtig: Der nachfolgende Programmvorschlag für Ihre Reiseplanung enthält nicht nur das im Basispreis enthaltene Leistungs-Paket. Zusatzleistungen und sonstige Extrakosten sind separat zu buchen.
1. Tag: Anreise nach Antwerpen
Anreise nach Antwerpen. Nach dem Zimmerbezug im Hotel steht eine Stadtbesichtigung auf dem Programm. Sie sehen die Liebfrauenkathedrale mit Meisterwerken von Rubens, das älteste Gebäude Antwerpens "De Steen", die Jakobskirche mit ihrer prachtvollen barocken Innenausstattung aus dem 17. und 18. Jahrhundert, sowie das "Paleis op de Meir". Das ehemalige Königspalais am Meir in Antwerpen wurde nach gründlicher Renovierung im Mai 2010 wieder eröffnet. Besitzer des 250 Jahre alten Palais waren Napoleon, König Willem der Niederlande sowie das belgische Königshaus. Vor allem die Appartements Napoleons und der Spiegelsaal König Leopolds lohnen einen Besuch. Am Ende wartet noch eine "Süße Überraschung" auf Sie. Ein Abendessen in einem alteingesessenen Antwerpener Restaurant rundet den Tag ab (Extrakosten - siehe buchbare Zusatzleistungen).
2. Tag: Ausflug nach Brügge
Etwa 200 Tages-km
Heute steht die Besichtigung (Reiseleitung Extrakosten) einer der malerischsten Städte Europas auf dem Programm: Brügge. Wie zurückversetzt ins Mittelalter kann sich der Besucher in der Stadt mit den romantischen Gassen, Kirchen, Kanälen und Binnenhäfen fühlen. Auf dem Burgplatz finden Sie das Rathaus aus dem Jahre 1376, den alten Gerichtshof und die Heilig-Blut-Basilika. Empfehlenswert ist auch eine Bootsfahrt über die romantischen Kanäle (Extrakosten - siehe buchbare Zusatzleistungen).
3. Tag: Rückreise
Nach dem Frühstück verlassen Sie das schöne Antwerpen. Zu empfehlen ist vorher noch eine Hafenrundfahrt mit dem Schiff oder mit dem Bus durch den großen Containerhafen (Extrakosten - siehe buchbare Zusatzleistungen) oder Sie besuchen das nahe gelegene Mechelen, bevor Sie die Heimreise antreten.
Programm-Bausteine und Tipps für weitere Ausflüge:
Ausflug nach Brüssel
Etwa 100 Tages-km
Nach dem Frühstück Fahrt nach Brüssel. Diese Stadt ist in jeder Hinsicht das Zentrum des Landes, wirtschaftlich, politisch und kulturell. Für jeden Besucher dieser Stadt gibt es ein Besichtigungs-Muss: Den prächtigen Marktplatz, wo jede Fassade verschieden, das Ganze jedoch ein Abbild vollkommener Harmonie ist. Zu den schönsten Bauwerken gehört das gotische Rathaus, gekrönt von der Figur des Heiligen Michael, dem Schutzpatron der Stadt. Hinter dem Rathaus begegnet man dem ältesten, kleinsten und berühmtesten Bürger Brüssels, dem Manneken Pis.
Ausflug nach Gent
Etwa 160 Tages-km
Heute fahren Sie nach Gent, in die alte Hauptstadt der Grafschaft Flandern, wo auch Karl V. geboren und aufgewachsen ist. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die St. Michaelsbrücke, von wo aus Sie einen unvergleichlichen Ausblick über die Gebäude der alten Stadt haben. Mittelpunkt ist die St. Baafs Kathedrale mit dem Meisterwerk der Gebrüder Van Eyck, dem Genter Altar.
Abendprogramm
- Genever-Seminar in einem historischen Lokal mit Verkostung von 5 repräsentativen belgischen Genevern und Erläuterungen,
Dauer 1,5 - 2 Stunden, Minimum 20 Personen
- Geführter Kneipenbummel, 3 Stunden mindestens 15 und maximal 20 Personen pro Führer ohne Getränke
- Abendessen in einem historischen Restaurant im Zentrum von Antwerpen inklusive 2 Biere
Antwerpen - Stadtportrait
Wer bei Belgien nur an Brüssel denkt, begeht einen großen Fehler. Antwerpen ist nicht nur für die Belgier von enormer Bedeutung, sondern hat auch für Besucher viel zu bieten und ist ein ideales Ziel für ein verlängertes Wochenende. Die Stadt gehörte nicht nur in der Vergangenheit zu den reichsten Städten Europas. Der Ruf der gleichermaßen verlockenden wie wertvollen Diamanten ist mehr um die Welt gegangen als die Brüsseler Spitzen. Dabei profitiert Antwerpen seit Jahrhunderten von seiner günstigen Lage. Über die Schelde ist die 500.000-Einwohner-Stadt direkt mit der Nordsee verbunden. Der Hafen gehört zu den größten in Europa.
Die glitzernde Edelsteinwelt hat der zweigrößten Stadt Belgiens fest ihren Stempel aufgedrückt. Zwischen 60 und 70 Prozent des weltweiten Diamantenhandels findet auch heute noch in Antwerpen statt. Über 30.000 Einwohner haben beruflich mit Karat und Co zu tun. Fast genauso charakteristisch für Antwerpen sind die großen jüdischen Viertel. Nirgendwo in Europa wohnen mehr Juden als an der belgischen Schelde. Zusammen mit der großen Internationalität bekommt die Stadt so einen außergewöhnlichen Charme. Antwerpen ist eine Metropole für Kunst und Kultur. So kann man unter anderem im Plantin-Moretus-Museum eine einzigartige historische Druckwerkstatt besichtigen. Ebenfalls dürfen das Rubenshaus, das Museum Mayer van den Bergh oder das Schifffahrtsmuseum an der Burg Steen nicht fehlen. Neu hinzu gekommen ist das Modemuseum. In der Innenstadt sind das Bahnhofsgebäude (Middenstation) und der Brabo Brunnen ebenfalls mehr als einen Blick wert. Der Brunnen soll die abgeschlagene Hand des Riesen Antigonus darstellen und soll der Stadt "Aan't Werp" ihren Namen gegeben haben - zumindest der Sage nach.
Die Stimmung in Antwerpen ist eine gelungene Mischung aus Betriebsamkeit und Gelassenheit. Am besten genießen kann man die Stadt am zentral gelegenen Groenplaats. Noch sehenswerter präsentiert sich jedoch der Grote Markt als Mittelpunkt des historischen Stadtkerns. Hier hat man besonders bei schönem Wetter einen wunderschönen Blick auf die umliegenden Häuser der Zünfte und Gilden aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Wer Antwerpen besucht, sollte nicht allein von Diamanten sprechen oder verträumt in die Schaufenster der einschlägigen Geschäfte äugen. Das Diamantenmuseum ist ein echtes Muss. Hier wird die kostbare Vergangenheit als Zentrum des weltweiten Diamantenhandels seit dem 15. Jahrhundert aufgezeigt. Geballte Kunst gibt es im königlichen Museum der schönen Künste zu bewundern. 1.000 Werke alter Meister sind an einem Tag nicht zu schaffen. Aber bei schlechtem Wetter ist ein Ausflug in die Welt von Rubens, Cranach oder van Eyck eine gute Alternative zum lebendigen Schifffahrtsmuseum. Wer es aktueller mag, besucht das Museum der modernen Kunst. Am Wochenende darf selbstverständlich ein ausgiebiger Bummel über den Vogelmarkt (Oude Vaartplaats) nicht fehlen. Hier gibt es Kunst, Kitsch, Trödel und echte belgische Stimmung.
Unterbringung:
Sie wohnen in ausgesuchten Hotels wahlweise der 3- oder 4-Sterne-Kategorie. Alle Zimmer sind mit Bad oder DU/WC, TV, Telefon und Klimaanlage ausgestattet.
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